Cosycooking

Safranreis mit Berberitzen, Pistazien und Kräutern

Ein intensives Koch-, Reise- und Jobjahr geht zu Ende, von dem ich mich von euch mit einem sehr einfachen Gericht aus Ottolenghis neuem Buch Jerusalem verabschieden möchte. Seine Kochbücher mochte ich von Anfang an, nämlich seit ich das erste im Frühling 2008 gekauft hatte. Das war lange bevor ich mit Cosycooking begann. Einiges daraus habe ich in mein Alltagsrepertoire aufgenommen und es ist jetzt allerhöchste Zeit auch mal ein Rezept hier zu präsentieren, nämlich eines aus dem neuesten Werk Jerusalem.

Die Bücher und die Gerichte aus den drei bis dato erschienenen – Ottolenghi, Plenty und das bereits erwähnte Jerusalem, werden teils sehr kontrovers diskutiert, denn um die beiden Köche Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi ist irgendwann zwischen dem ersten und dem zweiten Buch ein Riesenhype in der Bloggerwelt ausgebrochen. Für die einen ist es unaufgeregtes, scheinbar zufälliges Zusammenwürfeln von x-verschiedenen Zutaten, für die anderen einfach gut gekochte, authentische Speisen aus der Heimat der beiden: Israel und Palästina. Ich mag gern exotische Gewürze und Kräuter in meinem Essen und finde deshalb auch viele der Rezepte sehr gut. Sie sind für mich stimmig und schmecken.

Wer meint, dass die nahöstliche Küche ohne die drei sommerlichen Schwergewichte Tomate – Aubergine – Paprika, nicht auskommt, der täuscht sich. Es gibt eine ganze Menge wintertaugliche Rezepte, die wunderbar in die jetzige Zeit passen und nach mehr schmecken. Ich habe mir vor den Festtagen mit all ihren Versuchungen und Schlemmereien ein sehr einfaches Rezept ausgesucht – Safranreis mit Berberitzen, Pistazien und gemischten Kräutern, vielleicht als kleine Anregung für die Tage nach Weihnachten. Wir haben kommendes Wochenende Gäste zu einem arabischen Abend eingeladen. Dieser Reis kommt neben ein paar anderen feinen Sachen ganz sicher auf den Tisch.

Ich wünsche euch und euren Familien Fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr! Geniesst es!

SAFRANREIS MIT BERBERITZEN, PISTAZIEN UND KRÄUTERN – Rezeptquelle: Jerusalem, Ottolenghi

Zutaten für 2 Personen als Hauptspeise

  • 20 Gramm Butter
  • 180 Gramm Basmatireis
  • 280 Gramm kochendes Wasser
  • 1 Teelöffel Safranfäden, eingeweicht für 30 Minuten in 3 Esslöffel kochendem Wasser
  • 20 Gramm getrocknete Berberitzen, für ein paar Minuten eingeweicht in kochendes Wasser
  • 15 Gramm frischen Dill
  • 10 Gramm frischen Kerbel
  • 5 Gramm frischen Estragon
  • 30 Gramm grob gehackte, ungesalzene Pistazien, leicht angeröstet
  •  Salz
  • frisch gemahlener weisser Pfeffer

 

  1. Butter in einer Pfanne mit Deckel schmelzen
  2. Reis einrühren – ich wasche den Reis immer bevor ich ihn koche
  3. gut mit der Butter verrühren
  4. das kochende Wasser dazugeben und mit 1 Teelöffel Salz und etwas weissem Pfeffer würzen
  5. Deckel auf die Pfanne geben und bei kleiner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen
  6. in der Zwischenzeit die Kräuter und Pistazien grob hacken
  7. dann das Safranwasser über ca. 1/4 der Reisfläche giessen, den Rest weiss lassen
  8. ein sauberes Geschirrtuch auf die Pfanne geben, mit dem Deckel verschliessen und ca. 5 – 10 Minuten auf die Seite stellen
  9. anschliessend den weissen Reisanteil in eine Schüssel geben und mit einer Gabel auflockern
  10. die Berberitzen abgiessen und unter den Reis mengen, dann die Pistazien und die Kräuter untermengen – einen Teil zum Dekorieren zurückbehalten
  11. zuletzt den Safranreis mit einer Gabel auflockern und mit den restlichen Zutaten vermengen – der weisse Reis und der Safranreis sollten noch voneinander unterschieden werden können
  12. falls nötig abschmecken
  13. vor dem Servieren mit den restlichen Pistazien und Kräutern bestreuen

 

Tipp:

Die Safranfäden können nochmals verwendet werden.

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Kommentare

  1. Frau A.vom Bodensee
    24.12.2012

    Hallo Birgit
    Was bin froh, dass ich deinen Blog wieder erreiche. Zwischenzeitlich war es für mich nicht möglich, warum auch immer.
    Ich habe auf dem Jahrmarkt Berberitzen gekauft und wollte mit einem persischen Reis loslegen. Leider haben sich Würmer zwischen den Berberinnen getummelt und ich war ziemlich angewidert. Ich bin keine Vegetarierin und ich habe mich an einen Bericht einer Freundin aus Tansania erinnert , die jegliche Nahrungsmittel gesiebt hat um allfälliges Ungeziefer auszusortieren. Also Augen zu und durch.
    Der Reis war schmackhaft, trotzdem konnte ich ihn nicht so recht geniessen. Was sind wir verwöhnt.
    Liebe Grüsse und schöne Festtage
    Maya

  2. Birgit
    24.12.2012

    @Liebe Maya! Es ist schon ab und zu komisch, wie die Dinge so laufen. Ich habe die Berberitzen letzte Woche in Winterthur bei einem Perser auf dem Weihnachtsmarkt gekauft. Er meinte, ich solle sie im Kühlschrank aufbewahren. Er wird schon wissen warum;) Ich kaufe keine offenen Gewürze und Zutaten auf Märkten im weiteren Ausland. Bei Einkäufen im Iran und der Türkei hatte ich dasselbe Ergebnis wie du! Ich glaube, ich hätte es nicht mehr essen können. Obwohl es sind ja “nur” Proteine;) Ich wünsche dir ebenfalls schöne Festtage!

  3. Friederike
    24.12.2012

    Oje, Tierchen in Lebensmitteln. Wir hier können es uns heute gottseidank leisten, diese Produkte wegzuwerfen anstatt sie aussieben bzw. gründlich verkochen zu müssen.
    Den Reis werde ich gern ausprobieren mit meinen guten Berberitzen, sie sind nur ein bisschen bräunlich geworden, weil ich sie schon länger daheim hab.
    Deine Bilder dazu sind großartig, lg und schöne Feiertage

  4. WildeHenne
    2.01.2013

    Jerusalem habe ich nicht, aber ich bin grad Fan von Ottolenghis «Genussvoll vegetarisch». So exotisch ist das von den Gewürzen her nicht, finde ich zumindest. Aber uns kann man sicherlich nicht als Massstab nehmen. Wenn ich andere Schweizer Haushalte gucke, da wissen 90% wahrscheinlich nicht, was Sumach ist oder so. Egal…
    Schön, dass Du bei mir vorbei geschaut hast. So lerne ich auch wieder neue Blogs kennen. Die Schweiz ist ja, was Foodblogs betrifft, eher ein ein bisschen Entwicklungsland ;-) Und Deine Fotos sind übrigens wahnsinnig schön.

  5. Birgit
    2.01.2013

    @WildeHenne: Die Schweiz ist Foodblog mässig ziemlich stiefmütterlich unterwegs;) Kenne nur ein paar wenige. Ja, wir dürfen uns nicht als Massstab nehmen. Würde behaupten, dass so gut wie alle meine Bekannten Sumac nicht kennen;)

  6. Isabel
    6.01.2013

    Hallo Birgit, einen wunderschönen Blog hast du hier! Habe ihn gerade entdeckt, als ich nach steirischem Kuchen gesucht habe.
    Dieses Rezept sieht auch ganz fantastisch aus!
    Ich ernähre mich vegan, werden aber deinen Blog jetzt sicher öfter besuchen, um mir Inspirationen zu holen!

    Liebe Grüße, Isabel

  7. Birgit
    6.01.2013

    @Isabel: Vielen lieben Dank für deinen ermunternden Kommentar. Ich veröffentliche auch ab und zu auch vegane Rezepte, obwohl ich mich nicht so ernähre. Bin neugierig und probiere gerne aus. Vorbeischauen lohnt sich also sicher auch für dich. Freut mich!

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