Cosycooking

Das Rad NICHT neu erfinden – Sauerteigpizza accomplished

Ich hatte letztes Jahr im Frühling mit meinem selbst gezüchteten Sauerteig ein bisschen herumexperimentiert und unter anderem eine Brennesselpizza damit gebacken. Die Pizza hat zwar wirklich gut geschmeckt, hätte aber optisch mehr den Namen Fladen als Pizza verdient. Nun, mein Sauerteig ist Geschichte und erst seit Ulrikes Weizensauerteigableger bei mir eingezogen ist, weiss ich was ein wirklicher Sauerteig ist. Ein wundersames Kerlchen, dass beim Brot backen soviel Freude macht, dass ich es an einem Wochenende voller Enthusiasmus schaffe, ohne weiteres gleich einen 4-Wochenvorrat zu backen. Zum Glück habe ich einen grossen Tiefkühler im Keller stehen;)

Micha hatte Anfang Jahr eine Pizza verbloggt, die zum Reinbeissen aussah und deren Teig mit Sauerteig gemacht wird. Das war für mich die Initialzündung das Projekt “Sauerteigpizza” nochmals anzugehen und die perfekte Gelegenheit erstmals mein italienisches Manitobamehl auszuprobieren. Dieses Mehl hat einen hochen Klebergehalt und eignet sich ausgezeichnet für Pizzateige.

Basis für den Belag war mein selbstgemachtes Tomatensugo vom letzten Sommer – ich weiss jetzt schon, dass ich dieses Jahr die Bestellmenge der Bio-Tomatensugo-Tomaten von 10 auf 15 kg erhöhe. Belegt haben wir die Pizza mit dem was wir im Kühlschrank hatten. Mit frischen Artischocken – vor dem Belegen weich gedünstet, mit wenigen Kapern und kräftigem Sbrinz. Der Teig hatte einen super Geschmack und eine luftige Konsistenz. Fazit: Es ist nicht immer notwendig das Rad neu zu erfinden, wenn die lieben Bloggerkollegen so tolle Rezepte zur Verfügung stellen. Ich habe jetzt DEN Pizzateig gefunden. Empfehlenswert!

SAUERTEIGPIZZA MIT ARTISCHOCKEN, KAPERN UND SBRINZ – Rezeptquelle: Teig von Micha von Grain de sel, ursprünglich von Wild Yeast

Zutaten für ein Blech

Pizzateig – Vorteig

  • 6 Gramm Weizensauerteig
  • 60 Gramm Weizenmehl, 550 – ich habe Manitobamehl verwendet
  • 60 Gramm Wasser
  1. alle Zutaten vermischen
  2. ca. 12 Stunden bei ca. 24° C reifen lassen

 

Pizzateig – Hauptteig

  • 126 Gramm Vorteig aus Weizensauerteig, wie oben beschrieben
  • 180 Gramm Weizenmehl, 550 – ich habe Manitobamehl verwendet
  • 110 Gramm Wasser
  • 3 Gramm frische Hefe
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 9 Gramm Olivenöl
  1. alle Zutaten ca. 10 Minuten mit der Maschine oder von Hand verkneten
  2. 2 Stunden ruhen lassen – nach 40 und nach 80 Minuten je einmal falten
  3. den Teig formen und anschliessend 20 Minuten ruhen lassen

 

Pizzabelag

  • Tomatensugo zum Bestreichen
  • 3 Artischocken
  • eine Handvoll Kapern
  • Sbrinz oder ein anderer Hartkäse zum Bestreuen
  • Pfeffer frisch gemahlen

 

  1. Artischocken wie hier beschrieben vorbereiten. Allerdings nicht in Streifen schneiden, sondern je nach Grösse vierteln oder achteln
  2. Backofen auf Höchsttemperatur – bei mir 250° C – vorheizen
  3. das Tomatensugo auf dem ausgezogenen Pizzateig verteilen
  4. mit Artischocken, Kapern und Sbrinz belegen
  5. ca. 8 – 10 Minuten backen
  6. Pfeffer aus der Pfeffermühle

 

Der einzige Wermutstropfen an der Geschichte. Wir haben keinen Backstein. Ich überlege mir die nächsten Wochen einen zu bestellen. Backt ihr eure Pizza mit Backstein? Seid ihr zufrieden damit?

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Kommentare

  1. jutta
    23.02.2012

    @Backstein: ich habe einen (von Miele), verwende ihn aber praktisch nie, weil er so schwer ist, dass mir das Heben und Transportieren zu mühsam ist.

  2. Micha
    24.02.2012

    Das lese und sehe ich ja heute morgen gerne! Lecker Pizza!

    Ich stehe total auf meinen Backstein – ich benutze den gleichen wie Petra (Chili&Ciabatta) von Neff: etwas teurer, aber abwischbar und fuer meine Begriffe unverzichtbar!

    Uebrigens schicke ich meinen WST immer vor dem Fuehren durch eine solche Hefefuehrung:
    http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=6111

    liebe Gruesse, Micha

    • Birgit
      1.03.2012

      @Micha: ich freue mich jetzt schon wieder auf eine Pizza mit deinem Teig(tipp). Backstein schaue ich mir an.

  3. viola
    25.02.2012

    Hallo-
    obwohl -oder weil?- ich grade faste, läuft mir das wasser im mund zusammen beim lesen dieses ezeptes. Ich bin eigentlich roggenmehl-sauerteig-für-brote-fan, aber für pizza nehme ich hefe. Bin gespannt ob das mit weizen hinhaut. Aber zum backstein: ich habe zwei (zum wechseln beim plätzchen backen) BACKPLATTEN. Fantastisch
    . Fa. Eschenfelder vertreibt die und mit ca 27 euro in meinen augen günstig, da sie ein leben lang halten (wenn man sie nicht fallen lässt), weil je mehr patina drauf, desto besser. Guckt mal.

    • Birgit
      1.03.2012

      @viola: Danke fuer den Tipp mit dem Backstein. Werde es mir anschauen.

  4. Alex
    26.02.2012

    hallo, so ein toller blog – eben erst gefunden.. bin gespannt auf weitere post..
    lg
    alex

    • Birgit
      1.03.2012

      @Alex: danke fuer dein Kompliment, freut mich, wenn dir mein Blog gefaellt!

  5. Pingback: Mit Glück im Unglück zur perfekten Panfocaccia! | Cosycooking

  6. Gianni
    11.07.2013

    Für mich ist der Teig die härteste Sache zu tun! Ich möchte ihn, knusprig außerhalb und weich innerhalb. Ich habe diese Rezept gefunden:

    400g Mehl
    1TL Salz
    1 Umschlag Trockenhefe
    225ml warmes Wasser

    Hier der Prozess: http://rezept-zutaten.de/hefeteig-rezept-zutaten

    Das ist total anders als deines Rezept.. Was denkst du darüber?

  7. SchweizerSchoggi
    17.01.2014

    Hallo !
    Vielen Dank für das wunderbare Rezept mit der ausführlichen Anleitung dazu.

    Eine Frage habe ich aber noch, bevor ich das Rezept erstmalig ausprobiere: da ich keine Hefe vertrage, würde ich den Teig gerne ausschließlich mit Sauerteig ansetzen, also dann ggf. mit 10-15gr Anstellgut statt der hier verwendeten 6gr. Hat dies jemand schon einmal ausprobiert und kann mir mit der richtigen Menge weiterhelfen?

    Lieben Dank und viele Grüße, ich schau wieder mal herein!
    Die Schoggi

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