Cosycooking

Marktbesuch in Valencia - wenn Sehnsüchte geweckt werden

Letztes Jahr im März war ich beruflich ein paar Tage in Valencia, Spanien. Ich liebe den Besuch von Märkten und war ganz glücklich, dass sich kurz vor dem Heimflug zeitlich noch ein Besuch auf dem Mercado central ausgegangen ist.

Ich schlenderte durch die mit Früchten, Gemüse, Fisch, Meeresfrüchten und sonstigen Marktwaren bestückten Stände und beim Anblick dieser Frucht inmitten eines Obststandes, machte mein Herz einen Riesenhüpfer. Ohne Vorwarnung schossen Erinnerungsblitze in meinen Kopf. Geschichten, Episoden verbunden mit eben dieser Frucht oder besser gesagt dem daraus gemixten Saft. Und natürlich musste ich drei Stück kaufen, die ich behutsam bis nach St. Gallen transportierte.

Die Pflanze wächst in einem Land – ich hatte es in einem früheren Blogbeitrag erwähnt – wo ich eine längere Zeit verbracht hatte. Für mich hatte dieser Saft Suchtpotenzial. Der Geschmack säuerlich-süsslich und mit einer anderen Frucht hier in Europa nicht zu vergleichen.

Ich bin gespannt, ob jemand errät wie diese Frucht heisst und vielleicht ebenfalls so positive Erinnerungen damit verbindet wie ich?

Auflösung:

Es war anscheinend gar keine so leichte Aufgabe, den Namen der abgebildeten Frucht herauszufinden. Jedenfalls gratuliere ich Robert, er war der Einzige, der es – offenbar nach einer grösseren Recherche;-) – herausgefunden hat. Es handelt sich auf dem Foto richtigerweise um Naranjillas. Sie werden in Ecuador und Kolumbien angebaut. In einigen Quellen wird auch Peru als Anbaugebiet genannt. Dort habe ich sie jedoch nie gesehen.

In Lateinamerika haben Früchte und Gemüse in den verschiedenen Ländern oft unterschiedliche Namen. In Kolumbien habe ich für meinen Wunsch nach einem „Jugo de Naranjilla“ verständnislose Blicke geerntet. Den dort heisst die Naranjilla einfach nur Lulo. Und als Lulos wurden sie auch auf dem Markt in Valencia, gut verpackt in einem kleinen Kistchen, verkauft. Die Früchte reifen sehr schnell nach, verderben leicht und sind somit für den gross angelegten Export nicht geeignet. Auf der englischen Seite von Wikipedia steht, dass der Geschmack dem Gemisch von Rhabarber und Limetten ähnelt. Das werde ich zur Rhabarberzeit gerne mal genauer unter die Lupe nehmen.

Wer noch mehr über die Frucht erfahren möchte, findet hier viele Informationen (auf Englisch).

Ich kann jedem, der nach Ecuador und/oder Kolumbien reist nur empfehlen, diesen köstlichen Saft zu probieren und zu geniessen.

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Kommentare

  1. lamiacucina
    4.02.2011

    Naranjillas, uff, das war schwer. Noch nie gesehen, noch nie gegessen.

    • Birgit
      8.02.2011

      Wenn du mal die Gelegenheit hast, empfehle ich dir, Naranjillas unbedingt zu probieren.

  2. siamthai1
    8.02.2011

    Sehr interessant diese Frucht. Danke das ich meinen Bildungsstand erweitern durfte durch deinen tollen Bericht.

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